Gas- und Wärmepreisbremse

Um die Belastung der Energie- und Wärmekunden angesichts der stark gestiegenen Energiepreise zu dämpfen, hat die Bundesregierung Ende 2022 Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme beschlossen.

Energiepreisbremse – was muss ich jetzt tun?

Sie müssen nichts weiter tun. Die Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme gelten ab 1. März 2023 und werden auf die Monate Januar und Februar 2023 erstreckt. Aktuell arbeiten wir mit allen Kräften an der technischen Umsetzung für Ihre Entlastung über die Energiepreisbremse. Zur Höhe Ihres persönlichen Entlastungskontingents und welche Auswirkung dies auf Ihre Abschläge und Abrechnung hat, werden wir Sie gesondert informieren.

In welchem Zeitraum gilt die Gas- und Wärmepreisbremse?

Die Energiepreisbremsen starten im März 2023, gelten allerdings rückwirkend ab Januar 2023. Somit werden im März 2023 rückwirkend auch die Entlastungsbeträge für Januar und Februar 2023 angerechnet. Die Dauer der Energiepreisbremsen ist auf ein Jahr bis Ende 2023 begrenzt und kann von der Bundesregierung ggf. aber um weitere vier Monate bis zum 30. April 2024 verlängert werden. Nach Auslaufen der Preisbremsen gilt wieder für den gesamten Energieverbrauch der geltende Vertragspreis.

Wie werden Haushalte, Vereine und kleine und mittlere Unternehmen konkret entlastet?

Für private Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen mit einem Gasverbrauch unter 1,5 Mio. kWh im Jahr soll der Gaspreis auf 12 Cent brutto pro Kilowattstunde begrenzt werden, dies für 80 Prozent des im September 2022 für die Entnahmestelle prognostizierten Jahresverbrauchs.

Kleinere und mittlere Wärmekunden erhalten ebenfalls für 80 Prozent ihres im September 2022 prognostizierten Jahresverbrauchs einen garantierten Bruttoarbeitspreis bei 9,5 Cent pro Kilowattstunde. Der Staat übernimmt die Differenz zu dem mit uns tariflich vereinbarten Preis. Für die Energie, die über die 80 Prozent des prognostizierten Jahresverbrauchs hinaus verbraucht wird, zahlen Kunden den vertraglich vereinbarten Preis. Deshalb lohnt es sich auch weiterhin, Energie einzusparen. Je mehr Sie sparen, desto stärker profitieren Sie von der Preisbremse. Tipps zum Energiesparen finden Sie hier >> Gemeinsam für mehr Energiebewusstsein (l.de)

Wie wird die Industrie / Großverbraucher konkret entlastet?

Für Kunden mit einem Gas- bzw. Wärmeverbrauch von über 1,5 Mio. kWh gilt die Gas- und Wärmepreisbremse bereits ab Januar 2023 und soll dabei helfen, Produktion und Beschäftigung zu sichern. Für Gas-Großverbraucher wird der Preis pro Kilowattstunde auf 7 Cent netto gedeckelt, für 70 Prozent des Vorjahresverbrauchs. Größere Wärmekunden erhalten ein Kontingent in Höhe von 70 Prozent ihres Wärme-Jahresverbrauchs im Jahr 2021 zu einem Preisdeckel von 7,5 Cent pro Kilowattstunde.  Für Kunden einzelner Branchen (z.B. Vermieter, WEG’s, zugelassene Pflege-, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen) gelten auch für über 1,5 Mio. kWh für 80 Prozent des prognostizierten Jahresverbrauchs einheitlich im Gas  12 Cent pro Kilowattstunde und in der Wärme 9,5 Cent Preisdeckel.  

Wie werden Wärmekunden mit einem Verbrauch von bis zu 1,5 GWh konkret entlastet?

Wärmekunden bis 1,5 GWh erhalten einen Entlastungsbetrag für 80 Prozent ihres vom Wärmeversorgungsunternehmen im Monat September 2022 prognostizierten Verbrauchs in Höhe von 9,5 Cent pro Kilowattstunde. Dies gilt gleichermaßen für Kunden mit einem Wärmebedarf von über 1,5 GWh, wenn sie zu besonderen Branchen gehören (z.B. Vermieter, WEG’s, zugelassene Pflege-, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen). Wärmekunden mit einem Verbrauch über 1,5 GWh erhalten für 70 Prozent der Wärmemenge, die für den Zeitraum des Kalenderjahres 2021 an der betreffenden Entnahmestelle gemessen wurde, einen Entlastungsbetrag von 7,5 Cent pro Kilowattstunde.

Ab wann verändert sich mein Abschlag?

Wir berücksichtigen den monatlichen Entlastungsbetrag nach den Energiepreisbremsengesetzen ab März 2023 in Ihren Abschlägen. Sie erhalten rechtzeitig von uns eine schriftliche Information über Ihre neuen Abschlagsbeträge. Die Entlastungsbeträge aus dem Januar und Februar 2023 werden berücksichtigt.

Bei mir hat sich der Gasverbrauch im letzten Jahr geändert. Auf welcher Grundlage berechnen Sie die Entlastung für mich?

Grundlage für Berechnung ist laut Gesetz des im September 2022 prognostizierten Jahresverbrauchs.

Ich bin erst seit Kurzem Kunde bei den Leipziger Stadtwerken. Woher wissen Sie, wie hoch mein Jahresverbrauch für Gas ist?

Wir erhalten von Ihrem Netzbetreiber den im September 2022 prognostizierten Jahresverbrauch. Dieser ist dann die Basis zur Berechnung Ihres Entlastungsbetrages.

Für welche Tarife gelten die Energiepreisbremsen?

Die Energiepreisbremse gilt für alle unserer Gas- und Wärmetarife (Sondertarife, Grund- wie Ersatzversorgung) – auch Ökogas.

Bekomme ich ein neues Preisblatt aufgrund der Energiepreisbremse zugesandt?

Nein, es wird kein neues Preisblatt geben. Über die sich aus den Energiepreisbremsen ergebenen Entlastungen informieren wir Sie individuell.

Ich habe in diesem Jahr meine Jahresrechnung erhalten, jedoch ist darin die Energiepreisbremse nicht berücksichtigt. Warum?

Das ist richtig. Aktuell arbeiten wir mit allen Kräften an der technischen Umsetzung für Ihre Entlastung über die Energiepreisbremse. Alle Jahresrechnungen für Strom und Gas, die wir bis 28.2.2023 für unsere Kunden ausstellen, weisen noch keinen Entlastungsbetrag der Energiepreisbremse aus. Ebenso: Der Abschlagsplan für die kommenden 12 Monate enthält erstmal nicht die Erstattungsbeträge der Preisbremse. Keine Sorge, die Entlastungsbeträge der Energiepreisbremse werden wir auf jeden Fall so schnell wie möglich für Sie umsetzen. Sie müssen nichts weiter tun. Zur Höhe Ihrer Entlastungen und welche Auswirkung diese auf Ihre Abschläge und Abrechnung haben, werden wir Sie gesondert informieren.

Die wichtigsten Fragen und Antworten finden Sie auch auf den Seiten der Bundesregierung: 221215_FAQ_Gaspreisbremse (bmwk.de)

 

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